Die SCEA du Domaine du Coudray ist mit einem Gemini Up Melkroboter mit Einzelbox ausgestattet. Der Betrieb zählt heute zu den leistungsstärksten weltweit. Eine gute Gelegenheit, die Qualität ihres Managements hervorzuheben. Entdecken Sie, wie es ihnen dank eines gezielten Ansatzes gelungen ist, solche Ergebnisse zu erzielen.
Die SCEA du Domaine du Coudray ist mit einem Gemini Up Melkroboter mit Einzelbox ausgestattet. Der Betrieb zählt heute zu den leistungsstärksten weltweit. Eine gute Gelegenheit, die Qualität ihres Managements hervorzuheben. Entdecken Sie, wie es ihnen dank eines gezielten Ansatzes gelungen ist, solche Ergebnisse zu erzielen.

Seit der Betriebsübernahme im Jahr 2001 hat Cyril seinen Hof konsequent weiterentwickelt. Ursprünglich als gemischter Betrieb mit Milchproduktion und Mastbullen geführt, hat er sich schrittweise vollständig auf die Milchproduktion spezialisiert. Heute erzeugt der Betrieb rund 1,6 Millionen Liter Milch und erreicht bemerkenswerte Leistungen – getragen von einer straffen Organisation, einer präzisen Fütterungssteuerung sowie dem Einsatz von Melkrobotern.

Zu Beginn umfasste der Betrieb etwa 50 Kühe, produzierte rund 450.000 Liter Milch und betrieb zusätzlich Bullenmast. Nach dem Ende der Milchquoten wurde die Produktion kontinuierlich gesteigert. Die Jungrinder ersetzten nach und nach die Mastbullen in den Gebäuden, bis dieser Betriebszweig Ende 2019 vollständig aufgegeben wurde. Bereits 2020 wurde mit rund 1 Million Litern der erste wichtige Meilenstein erreicht.

Der zweite große Wendepunkt erfolgte im September 2024 mit der Inbetriebnahme der Melkroboter. Seitdem zeigt die Entwicklung klar nach oben. Die Produktion, die zuvor bei etwa 35 bis 36 kg Milch pro Kuh und Tag stagnierte, stieg schrittweise an: zunächst auf 39 kg, dann auf 41 bis 44 kg im Jahr 2025 und aktuell auf rund 46 bis 47 kg. Cyril sieht weiteres Potenzial, verfolgt dabei jedoch eine klare Philosophie: Mehrproduktion ist nur sinnvoll, wenn auch die Marge steigt.

Zentrale Kennzahl: Die Leistung wurde von etwa 35 kg Milch pro Kuh vor der Robotisierung auf 46–47 kg pro Kuh und Tag gesteigert – bei einer konstanten Herde von etwa 115 bis 120 melkenden Kühen zur optimalen Auslastung des Systems.

Ziel ist nicht, „mehr Milch um der Milch willen“ zu produzieren, sondern das Einkommen nachhaltig zu verbessern.

Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt

Besonders hervorzuheben ist Cyrils pragmatische Sicht auf Leistung. Ziel ist nicht, „mehr Milch um der Milch willen“ zu produzieren, sondern das Einkommen nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit seinem Fütterungsberater überwacht er kontinuierlich die Futterkostenmarge, um sicherzustellen, dass jede Investition in die Fütterung wirtschaftlich gerechtfertigt ist.

Diese Logik liegt den technischen Entscheidungen zugrunde. Die Ration basiert auf hochwertigen Grundfuttermitteln, ergänzt durch eine gezielt angepasste Zufütterung am Roboter sowie eine präzise Tierbeobachtung. Erreicht eine Kuh ein höheres Leistungsniveau, wird die Futtermenge maximal um 300 g erhöht. Reduktionen erfolgen bewusst schrittweise, mit maximal 100 g, um Tiere nicht zu benachteiligen, die sich nur vorübergehend in einer Leistungsschwäche befinden.

Roboter machen das Leistungspotenzial der Herde sichtbar

Die Einführung der Melkroboter hat den Melkprozess grundlegend verändert. Während die Kühe zuvor auf zwei Melkzeiten täglich im Melkstand begrenzt waren, gehen sie nun im Durchschnitt 2,5- bis 3-mal täglich zum Roboter. Dadurch können insbesondere leistungsstarke Tiere ihr genetisches Potenzial besser ausschöpfen und deutlich höhere Spitzenleistungen erreichen.

Die Milchqualität bleibt stabil: Der Zellgehalt liegt in der Regel zwischen 120.000 und 150.000 Zellen. Die ersten drei Monate waren durch Umstellungsstress und einzelne Mastitisfälle geprägt, doch danach stabilisierte sich die Situation. Die Inhaltsstoffe gingen leicht zurück – ein üblicher Effekt bei steigender Milchmenge –, während die Gesamtmenge der Inhaltsstoffe höher ist als im früheren System.

Durchdachte Stall- und Bewegungsführung

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Stallgestaltung. Statt den bestehenden Stall umfangreich umzubauen, entschied sich Cyril für eine gezielte Erweiterung für die Roboter. So konnten Störungen während der Bauphase minimiert und effiziente Selektionsbereiche integriert werden.

Die Sortierzone umfasst zwölf Liegeboxen sowie einen kleinen, eingestreuten Bereich für Kühe mit besonderem Betreuungsbedarf. Erstkalbinnen und frisch abgekalbte Tiere verbringen dort in der Regel 7 bis 10 Tage, um den Umgang mit dem Roboter zu erlernen. Zusätzlich erleichtert die Zone die Klauenpflege, das Trockenstellen, die Behandlung kranker Tiere sowie die gezielte Überwachung empfindlicher Kühe.

Vor dem Roboterbereich befindet sich eine etwa 50 m² große Spaltenbodenfläche mit zusätzlichen Tränken, um die Kühe gezielt zum Roboter zu führen. Ein Teil des Wassers stammt aus der Milchvorkühlung und steigert die Wasseraufnahme. Dieser Bereich wird stark frequentiert, weshalb dort auch mehr Futter angeboten wird als in entfernteren Stallbereichen.

Strukturierte Eingewöhnung der Herde

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Vorbereitung der Tiere vor der Inbetriebnahme. Über mehrere Wochen wurden die Roboter zunächst als Futterstation genutzt, bevor sie tatsächlich zum Melken eingesetzt wurden. Dadurch gingen die Kühe bereits am ersten Tag freiwillig in die Boxen.

Für Cyril ist diese Eingewöhnungsphase essenziell. Er hält mindestens drei Wochen für notwendig – wenn nicht sogar für unverzichtbar. Sie reduziert Stress, fördert Routinen und erleichtert den Übergang erheblich.

Feste Melkzeiten entfallen, Wochenenden lassen sich besser organisieren und die Arbeitszeit kann effizienter verteilt werden.

Flexibilität und datenbasierte Steuerung

Die Robotisierung hat den Arbeitsalltag deutlich flexibler gemacht. Feste Melkzeiten entfallen, Wochenenden lassen sich besser organisieren und die Arbeitszeit kann effizienter verteilt werden. Die Arbeit selbst wird jedoch nicht weniger – sie verändert sich grundlegend.

Jeden Morgen beginnt Cyril mit der Analyse der Daten: verspätete Kühe, Alarme, Leitfähigkeit, Milchleistung, Melkfrequenz und Besuchsdurchschnitt. Daten sind damit zu einem zentralen Managementinstrument geworden. Sie helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen, Leistungseinbrüche zu analysieren und fundierte Entscheidungen bis hin zur Ausmerzung zu treffen.

Wartung als Schlüssel zum Erfolg

Da die Anlagen rund um die Uhr laufen, ist die Nähe des Servicepartners BouMatic Loire Bretagne Elevage entscheidend. Cyril betont diesen Punkt: Das familiengeführte Unternehmen für Wartung befindet sich in der Nähe und kann schnell reagieren. Diese Reaktionsfähigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Systemsicherheit.

Die Wartung wird über das Jahr hinweg geplant. Wenn möglich, werden die Eingriffe roboterweise auf zwei getrennte Vormittage verteilt, um keine vollständige Melkkapazität gleichzeitig zu blockieren. Ziel ist stets, den Melkrhythmus der Herde zu erhalten und Produktionsverluste zu vermeiden.

Leistung ist kein Zufall

Die Entwicklung dieses Betriebs zeigt deutlich: Leistung entsteht nicht allein durch den Einsatz von Roboter Technologie. Entscheidend ist ein stimmiges Gesamtsystem aus:

  • geeigneten Gebäuden
  • sorgfältiger Vorbereitung der Umstellung
  • präziser Fütterung
  • konsequenter Datennutzung
  • zuverlässiger Vor-Ort-Service – sichergestellte Wartung
  • einer bewusst angepassten Herdengröße

In wenigen Jahren hat Cyril seinen Betrieb zu einem hochspezialisierten, produktiven und flexiblen System weiterentwickelt.

Dabei bleibt seine Haltung klar: Technologie ist ein Werkzeug – kein Selbstzweck.

Echte Leistung zeigt sich in Effizienz, Stabilität der Herde und einer nachhaltigen Verbesserung des Betriebseinkommens.

Das gesamte BouMatic-Team gratuliert der SCEA du Domaine du Coudray herzlich zu diesen hervorragenden Ergebnissen und der täglich geleisteten Arbeit.