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Familie Brink entschied sich für den MR-D1™:

„Dieser Melkroboter entlastet uns enorm, und das jeden Tag“

Im äußersten Zipfel der Niederlande, in Midwolda, einem Dorf im Nordosten der Provinz Groningen, wohnt die Familie Brink: Han (41) und Irma (45) mit ihren Söhnen Jordy, Rick und Steffan (12, 9 und 6). Sie bewirtschaften den Hof, den sie 2001 von Irmas Eltern übernommen haben. Han, der selbst auch auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, ist für die Milchviehhaltung zuständig und wird dabei von Irma unterstützt, die aber auch noch die Erziehung der Kinder und den Haushalt auf sich nimmt. Im Stall steht ein großer Blickfang: der MR-D1™ oder eine Doppelbox.

Ebenso wie so viele andere Kunden von BouMatic Robotics kamen auch Han und Irma an einen Punkt, an dem sie eine Entscheidung treffen mussten. „Unser Melkstall musste erneuert werden“, beginnt Han. „Er war 1990 zuletzt überholt worden, aber eine weitere Renovierung wäre zwecklos gewesen. Mein Bruder arbeitete bereits mit einem Melkroboter und riet auch uns dazu. Es werde zwar eine große Veränderung darstellen, warnte er, aber er fügte dem hinzu, dass der Roboter uns einen immensen Zeitgewinn bringen werde. Ebenso wie wir hat er Kinder, die im Verein Fußball spielen, und er erzählte uns, jetzt endlich Zeit zu finden, sie einmal zu ihren Spielen begleiten zu können. ‚Und wenn am Sonntag Besuch kommt‘, sagte er zum Schluss, ‚muss man nicht mehr unbedingt um halb vier an die Arbeit, sondern kann einfach sitzen bleiben!‘ Das klang verlockend. Daneben merkte ich, nach dem Melken immer häufiger unter Rücken- und Schulterschmerzen zu leiden. Ein Melkroboter wurde mehr und mehr zu einer ernsthaften Option.“

Aber auch eine große Anschaffung, weswegen sich das Ehepaar Brink gründlich beraten ließ. „Wir sind zuerst einmal einen Nachmittag nach Zoeterwoude gefahren, wo schon ein Melkroboter in Betrieb war. Das hat uns stark beeindruckt. Nicht nur die Technik, sondern auch das Tempo, in dem sich die Kühe an die Box gewöhnt hatten“, berichtet Han. Und Irma erinnert sich: „An einem Melkbecher schien etwas nicht ganz in Ordnung zu sein, weswegen die Tür des Technikraums kurz geöffnet werden musste. Nach dem zischenden Geräusch, das dabei verursacht wurde, entfernten sich die Kühe kurz von der Box. Nach dem Geräusch, das anzeigte, dass die Box wieder in Betrieb war, kamen sie direkt zurück. Sie kannten das schon ganz genau! Und das haben auch unsere Kühe tatsächlich sehr schnell gelernt.“ Lachend fährt sie fort: „Ab und zu hat es sogar den Anschein, als ob unsere Kühe mit dem Roboter sprächen: ‚Kann ich jetzt bitte gemolken werden?‘ Das ist ein wirklich lustiges Bild.“

Günstigerer Preis

Schnell kamen sie zu dem Entschluss, dass es eine Doppelbox werden sollte. „Wir haben 90 Kühe und in den Stall passen 100. Dabei wird hier kräftig gemolken; wir haben eine Produktion von 9.500 Liter. Eine Einzelbox wäre zu klein gewesen; damit können maximal 60 Kühe gemolken werden. Wir hatten also die Wahl zwischen zwei Einzel- oder einer Doppelbox.“ Bei der Entscheidung spielte die Form des Stalles eine große Rolle, wie Han erklärt: „Wir haben einen 2+2-reihigen Stall, d.h. auf jeder Seite zwei Boxenreihen. Das Gebäude ist nicht sehr lang, aber breit. Der Vertreter von BouMatic Robotics erklärte uns, dass der Platz für zwei Einzelboxen knapp werden könnte. Eine Doppelbox erwies sich als perfekte Lösung. Und was auch nicht ganz unwichtig ist – sie war preislich günstiger als zwei Einzelboxen.“

An dem System von BouMatic Robotics sprach sie besonders das Melken zwischen den Hinterbeinen hindurch an. Irma: „Bei allen anderen Robotern, die wir uns angeschaut haben, geschieht dies von der Seite, was für die Kuh eine größere Störung darstellt. Sobald die Melkbecher angeschlossen sind, wird der Roboterarm unter der Kuh zurückgezogen. Dies erschien uns für die Kuh besser.“ Aber was sie noch viel mehr ansprach, erläutert Han: „Dies ist eine solide Maschine aus Edelstahl. Die Box ist komplett: Sie hat ein Dach und eine Außenwand. Man kann sie ohne größere Vorbereitungen im Stall aufstellen und einstöpseln oder plug & play, wie es heute auch heißt. Bei anderen Marken hätten wir unseren Stall viel umfassender umbauen müssen. Daneben ist dieses Modell sehr zuverlässig. Wir benötigen eine Maschine, die 23 Stunden/Tag laufen kann und nicht kaputtgeht. Sollte es doch einmal zu einem Defekt kommen, muss er im Handumdrehen behoben sein. Das ist bei diesem Roboter der Fall. Wenn man in den Technikraum blickt und sieht, welche Geräte sich darin befinden, ist alles sehr einfach und logisch aufgebaut: Der Anschluss eines neuen Schlauchs ist mehr oder weniger ein Kinderspiel.“

Kühe locken

Ende Februar 2013 war es soweit: Der MR-D1™ wurde im Stall aufgebaut. Irma erinnert sich noch genau: „Einige Tage herrschte großer Trubel, als der Roboter installiert wurde. Die Futterrohre und Melkleitungen wurden angeschlossen und so weiter. An jenem ersten Wochenende haben wir ihn als Fressbox benutzt, um die Kühe schon einmal ‚anzulocken‘.“ Damals hat das Ehepaar Brink noch einen weiteren großen Vorteil der Doppelbox entdeckt, teilt Han mit: „Sobald erst einmal eine Kuh in der Box steht, geht auch auf der anderen Seite schneller eine hinein. Glücklicherweise, denn für diesen ersten Schritt benötigt man eine richtig stoische, eigenständige Kuh. Aber Kühe stehen gern zusammen, d.h., dass, sobald die erste hineingegangen ist, schon nach kurzem eine zweite folgt. Das merken wir jetzt auch, wenn der Roboter nach der Reinigung wieder eingeschaltet wird.“

Die Gewöhnung der Kühe an den Roboter sei, im Nachhinein betrachtet, halb so schlimm gewesen, lassen Han und Irma sichtlich erleichtert wissen. „Nach zwei Tagen gingen zwei Drittel der Kühe von selbst in die Box, um zu fressen. Das ging also sehr schnell. “Lachend fährt Han fort: „Den Rest haben wir am Sonntag noch einmal selbst hineingedrängt, um ihnen zeigen, was dort geschehen sollte. Am Montagmorgen haben wir die Kühe noch einmal mit der alten Melkanlage gemolken und nachmittags die Box voll in Betrieb genommen. Beim ersten Mal haben wir die Melkbecher noch von Hand angeschlossen. Wir haben etwa um halb zwei begonnen und hatten ausgerechnet, dass wir abends um halb elf mit der letzten unserer 80 Kühe fertig sein würden. Aber schon um acht Uhr waren alle gemolken! Danach begannen wir um halb vier nachts mit der nächsten Runde.“ Denn, so gibt auch Irma zu: „Die ersten Tage sind sehr intensiv; wir waren mehr im Stall als draußen. Die Kühe, wir selbst, unsere Umgebung: ein jeder musste sich an diesen neuen Prozess gewöhnen. Aber es ging so schnell; letzten Endes sind wir eigentlich nur zwei Nächte abwechselnd im Stall geblieben. Danach mussten die Kühe es selbst bewältigen, und das haben sie glücklicherweise prima gemacht. Der BouMatic Robotics-Händler hatte uns vorher noch gewarnt, wir müssten davon ausgehen, dass die Anlaufphase sehr schwer werden würde. Im Nachhinein betrachtet, war dies absolut nicht so schlimm. Wir haben das Ganze auch genossen und einfach den Gartentisch hinter dem Roboter aufgestellt. Dort haben wir Kaffee getrunken und Suppe gegessen und konnten gleichzeitig alles im Auge behalten. Wir lieben nun einmal unsere Kühe und sind am liebsten im Stall.“

Tür zu!

Der Gartentisch stehe noch immer dort, lacht Irma. „Manchmal setzt sich jemand, der hier zu Besuch ist, auf den Gartenstuhl hinter dem Roboter und schaut dem Geschehen in der Box zu. Vor kurzem stand ein Nachbar schon im Technikraum und rief: ‚Das Ding macht ja gar nichts!‘ Natürlich nicht, man darf auch nicht die Tür öffnen, denn dann stoppt der Roboter. Aber ich habe bereits einen Aufkleber für die Tür bestellt. Darauf wird zu lesen sein, dass die Tür stets geschlossen sein muss. Dass alles stoppt, wenn die Tür geöffnet wird, ist übrigens eine gute Schutzvorrichtung, vor allem, wenn man wie wir drei Kinder hat, die hier herumlaufen. Das haben wir ihnen direkt gelehrt: Die Tür darf nicht geöffnet werden.“ Mit einem schallenden Lachen fährt sie fort: „Sie stellen zwar immer noch alles Mögliche an, aber von der Tür halten sie sich fern. Obwohl sie den Roboter fantastisch finden.
Und auch spannend, was wir alles damit getan haben und heute noch tun. In den Tagen, in denen der Roboter installiert wurde, mussten sie öfters länger in der Schule bleiben, weil wir uns die ganze Zeit der neuen Situation widmen mussten. Und wir wollten nicht, dass unsere Entscheidung für diesen Roboter nach außen gelangen sollte, bevor alles unter Dach und Fach war. Aber vor kleinen Kindern kann man nichts verborgen halten. Man kann ihnen zwar sagen, dass sie nicht darüber reden dürfen, aber sobald sie in der Schule sind, können sie das, was sie bewegt, nicht zurückhalten. Aus diesem Grund haben wir sie in der Entscheidungsphase so weit wie möglich von allem ferngehalten.“

Gemeinsam frühstücken

Jetzt darf es jeder wissen: Han und Irma freuen sich unbändig über ihren Melkroboter. Die Anlage habe ihr Leben verändert, teilen sie fröhlich mit. Die Kühe stehen viel ruhiger im Stall, etwas, was auch andere Viehhalter mit einem Roboter erfahren haben. Zudem ist die Milcherzeugung gestiegen, weil die Kühe häufiger gemolken werden können. Aber auch im persönlichen Bereich mache sich der ‚Roboter bemerkbar, so Han. „Zurzeit sitze ich an sechs Tagen pro Woche um viertel vor acht mit den Kindern beim Frühstück. Früher gelang das nie, denn damals war ich von sechs bis neun Uhr mit Melken, Kälber füttern, Boxen reinigen und dergleichen beschäftigt. Das war die ganz normale Morgenrunde, nach der ich um neun Uhr zum Essen und Kaffeetrinken hereinkam und um viertel nach zehn wieder nach draußen ging. Nachmittags war ich von halb vier bis halb sieben oder manchmal sogar noch etwas länger an der Arbeit. Dann hatten meine Frau und meine Kinder schon gegessen; als sie kleiner waren, konnte ich ihnen dann gerade noch einen Gutenachtkuss geben. Heute kann ich berücksichtigen, wie spät sie essen, und dafür sorgen, zusammen mit ihnen am Tisch zu sitzen. Ich komme nicht mehr nur sonntags zum Fleischschneiden an den Tisch, haha.“

Und – gleichfalls nicht unwichtig – Han kann den Hof häufiger verlassen. „Letztens stand ich um viertel vor neun auf dem Fußballplatz, wo zwei unserer Jungs spielten. Das wäre früher unmöglich gewesen. Als sie das Spiel auch noch gewonnen hatten, war die Freude vollkommen. Denn sie finden es toll, wenn Papa zuschaut, was ich gern tue. Ich bin auch schon einmal einen ganzen Tag vom Hof gewesen, um bei einem Wettbewerb hier in der Umgebung Vieh zu beurteilen. Früher hätte ich dann vor der folgenden Melkrunde wieder zu Hause sein oder einen Melker verpflichten müssen. Aber das kostet Geld. Der Roboter ist bezahlt, ist nie krank oder schlecht gelaunt und kommt keinen Tag zu spät.“ Dank des Roboters hat Han nicht nur Zeit übrig, sondern kann er die Stunden, die er arbeitet, auch noch flexibler einteilen, erläutert er: „Vor kurzem waren wir auf dem Megapiraten-Festival, hier in der Nähe. Die Kinder waren andernorts untergebracht und es wurde etwas später. Am folgenden Morgen habe ich um viertel nach sechs kurz nachgeschaut, ob beim Roboter alles in Ordnung war, und mich danach noch einmal hingelegt!“

Melken vermissen

Mehr als genug Vorteile, aber ist die Box auch mit Nachteilen verbunden? Han kann auf die Schnelle keine nennen. „Noch nicht, aber vielleicht ist es dazu auch noch zu früh. Ich habe die Entscheidung bis heute jedenfalls nicht bereut. Der eine oder andere hat mich gefragt, ob ich das Melken nicht vermissen würde, und hat dann angeboten, dass ich dazu stets bei ihm vorbeischauen könnte, haha. Vielen Dank, aber ich vermisse es nicht. Ich merke allerdings, dass ich mich auf andere Weise mit meinem Viehbestand befasse. Früher kamen die Kühe zweimal am Tag durch den Melkstall. Dabei sah ich sie und konnte sehen, ob etwas nicht in Ordnung war. Heute muss ich bewusst eine Runde durch den Stall gehen, um zu sehen, ob der einen oder anderen Kuh etwas fehlt. Aber auch dabei hilft mir der Melkroboter, der jede Veränderung ihres Rhythmus genau aufzeichnet.“

Zwei Elemente seiner Arbeit hätten sich wohl verändert, obwohl er darin keine Nachteile erkennen könne, so Han: Zum einen füttere er seine Kühe nun nicht mehr morgens, sondern abends. „Dadurch kommen sie auch nachts zum Roboter, sodass dieser möglichst effizient genutzt wird. Daneben kostet die Reinigung ihrer Boxen etwas mehr Zeit. Früher gingen alle Kühe gleichzeitig in den Melkstall und konnte ich in der Zwischenzeit alle Boxen auf einmal reinigen. Jetzt stehen stets noch Kühe im Stall und muss ich für den Rest der Boxen noch einmal zurückkommen. Heute gehe ich viermal täglich zwischen den Kühen hindurch, um sie zu kontrollieren und um sauber zu machen. Aber im Vergleich zu früher spare ich immer noch Stunden ein.“

In der Umgebung sei der Melkroboter der Familie Brink immer noch eine Attraktion, erzählt Irma. „So viele dieser Boxen gibt es noch nicht. Wir sind die ersten im Norden der Niederlande, die ihn einsetzen.“ Sie beginnt zu kichern: „Einige Leute fragen, wie das nun funktioniert, so ein Roboter. Die meisten Menschen assoziieren mit dem Begriff so ein Männlein, das herumläuft. Ob dieser Roboter denn hinter den Kühen herlaufe, fragen sie dann. Woraufhin wir erklären, dass es wirklich umgekehrt ist. Auch viele Landwirte aus der Umgebung sind neugierig und möchten gern einmal sehen, wie das Melken vonstattengeht. Nun, das ist möglich. Im Juni haben wir sogar einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Wir sind stolz auf unseren Neuerwerb und jeder darf ihn sehen!“